Im Gespräch: Sandra Perzul
Dieses Interview ist im Rahmen einer Anfrage der regionalen Presse entstanden und wurde mit allen Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten geführt.
Auch wenn es nicht veröffentlicht wurde, möchte ich meine Antworten hier vollständig und unverändert zugänglich machen – als persönlichen Einblick in meine Motivation, meinen Alltag und meine Haltung als Bürgermeisterin von Dießen.
Die Fragen reichen von meiner Arbeit im Rathaus über das Familienleben bis hin zu meinen persönlichen Wünschen für die Zeit nach der Kommunalwahl.
Warum bewerben Sie sich um das Bürgermeisteramt in Dießen?
Ich habe dieses Amt nun schon sechs Jahre ausgeübt und möchte dies auch weiterhin für die Bürgerinnen und Bürger tun. Wir konnten trotz schwieriger Zeiten viele Projekte umsetzen, wie die Errichtung neuer Kindergartengruppen in Riederau und Dettenschwang, den Umbau der Seeanlagen oder Investitionen in Straßen, Wasserleitungen oder erneuerbare Energien in Form von PV-Anlagen, dennoch gibt es noch viel zu tun. Ich möchte die aktuell laufenden und beschlossenen Projekte mit meinem Wissen und der Erfahrung zu Ende bringen und ich habe auch noch viele Ideen, die ich gerne in der kommenden Wahlperiode umsetzen möchte.
Wie läuft ein normaler Alltag bei Ihnen ab? Was hat sich durch die Bürgermeisterkandidatur verändert?
Das Schöne an diesem Beruf ist, dass der Alltag eben nicht statisch und immer planbar ist. Die Aufgaben und Themen sind vielfältig und bunt, je nachdem mit wem ich einen Termin habe. Morgens bin ich zu Hause wenn mein Sohn sich für die Schule fertigmacht und auch abends versuche ich zum Abendessen daheim zu sein, damit wir uns als Familie dann austauschen können. Untertags bin ich entweder im Rathaus oder bei Außenterminen in der Gemeinde oder im Landkreis unterwegs und abends stehen mehrmals die Woche und am Wochenende Termine bei unseren Vereinen oder ehrenamtlichen Organisationen an, die ich gerne besuche.
Die freie Zeit zu Hause wurde natürlich durch mein Amt deutlich weniger als vorher. Das erfordert Organisationstalent, Struktur und ein gutes und enges Zusammenspiel mit der Familie, ohne deren Unterstützung und Rückhalt der Spagat als Bürgermeisterin, Mutter und Ehefrau nicht so gut funktionieren würde.
Wie leben Sie aktuell? Familie, Single etc.
Ich bin seit knapp 17 Jahren mit meinem Mann Martin, der aus Utting stammt, verheiratet, wir leben in Dießen und unser Sohn Lukas wird in wenigen Wochen 15 Jahre alt. Unser Kater Mau ergänzt unsere kleine Familie.
Was sagen die Familie, der Partner/die Partnerin, die Freunde zur Bürgermeisterkandidatur? Bekommen Sie Unterstützung?
Ohne die Unterstützung meiner Familie, auch die meiner Eltern und meiner Freunde würde es nicht gehen. Mein Mann unterstützt mich im Haushalt und bei den alltäglichen Arbeiten, er hat dafür auch seine Arbeitszeit reduziert. Oft werde ich gefragt, ob wir eine Hilfe im Haushalt haben, dies kann ich verneinen, das haben wir bislang sehr gut gemeinsam gemeistert. Haushalt und Wäsche wird aufgeteilt und mein Teil abends oder am Wochenende erledigt. Wichtig sind mir noch die Schulthemen meines Sohnes, der aktuell in die 9. Klasse des Ammersee-Gymnasiums geht und den ich dann manchmal beim Lernen von Latein oder Spanisch unterstütze.
Wie gestalten Sie ihr Zuhause, was bedeutet Zuhause für Sie?
Unser Zuhause ist Rückzugsort und Wohlfühlort in einem. Auch wenn ich durch das Bürgermeisteramt weniger Zeit als früher daheim verbringe, genieße ich dann die freie Zeit mit meiner Familie, beispielsweise im Sommer im Garten.
Welchen Beschäftigungen gehen Sie in Ihrer Freizeit nach? Hobbys? Ehrenämter?
Wenn es die Zeit zulässt, lese ich sehr gerne. Seit knapp 17 Jahren spiele ich auch aktiv beim Dießener Frauenbundfasching mit und stehe dort eine Woche lang auf der Theaterbühne, was mir viel Freude bereitet und eine lustige Abwechslung zum Alltag ist. Da ich Mitglied in zahlreichen Dießener Vereinen bin, erlebe ich auch durch meine Anwesenheit in den Vereinen viele schöne Momente. Ob beispielsweise bei den Burgschützen St. Georgen, beim MTV oder beim Kleidermarktteam „Mütter helfen Müttern e.V.“ – hier bin ich überall auch in meiner Freizeit aktiv engagiert und werde dies auch nach meiner hoffentlichen Wiederwahl weiterhin sein.
Was wünschen Sie sich persönlich für die Zeit nach der Kommunalwahl, wenn Sie gewinnen/nicht gewinnen?
Natürlich wünsche ich mir, dass ich auch ab 1.5.2026 noch im Rathaus tätig sein darf und weiter mein Amt als Erste Bürgermeisterin ausüben kann. Dafür wünsche ich mir eine gute Zusammenarbeit mit allen neuen Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, damit wir in den kommenden sechs Jahren gemeinsam Dießen weiterentwickeln und gute Entscheidungen treffen können. Sollten sich die Dießener und Dießenerinnen für ein anderes Gemeindeoberhaupt entscheiden, dann weiß ich, dass mir sicherlich nicht langweilig werden wird. Mein Engagement in den Vereinen wird bleiben und die gemeinsame Zeit mit meiner Familie wird natürlich mehr werden, ebenso wie die Zeit für meine Bücher.
Wofür ich stehe
Familien
Familien sind das Fundament unserer Gemeinde.
Als Mutter weiß ich, wie wichtig verlässliche Betreuung, gute Schulen und Planungssicherheit im Alltag sind.
Wie wir Familien in Dießen konkret stärken und unterstützen, lesen Sie hier.
Kunst & Kultur
Kultur ist in Dießen mehr als ein Angebot – sie ist Teil unserer Identität.
Mir geht es darum, Bewährtes zu erhalten, Neues zu ermöglichen und Engagement sichtbar zu machen.
Wie wir Kunst, Vereine und kulturelle Vielfalt stärken, erfahren Sie hier.
Wohnen
Wohnen ist eine der großen sozialen Fragen unserer Zeit – auch in Dießen.
Ich stehe für eine Wohnraumpolitik mit Augenmaß: bezahlbar, generationengerecht und im Einklang mit unserem Ortsbild.
Wie wir Entwicklung und Bewahrung verbinden, lesen Sie hier.
Erneuerbare Energien
Klimaschutz beginnt vor Ort – mit realistischen, umsetzbaren Lösungen.
Ich setze auf erneuerbare Energien, die zu Dießen passen: verantwortungsvoll, wirtschaftlich und gemeinsam getragen.
Welche Schritte wir bereits gegangen sind und wie es weitergeht, erfahren Sie hier.
Finanzen
Gestaltungsfähigkeit braucht eine solide finanzielle Basis.
Ich stehe für eine Finanzpolitik mit Augenmaß: verantwortungsvoll, transparent und langfristig gedacht.
Wie wir Investitionen und Stabilität in Dießen in Einklang bringen, lesen Sie hier.
Gemeinschaft & Vereinsleben
Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen sich engagieren.
Vereine und Ehrenamt sind das soziale Rückgrat unserer Gemeinde – sie verbinden Generationen und stärken den Zusammenhalt.
Wie wir dieses Engagement unterstützen und weiterentwickeln, lesen Sie hier.
Warum ich erneut für das Amt der Bürgermeisterin kandidiere?
Bürgermeisterin zu sein, ist für mich eine wirkliche Herzensangelegenheit, keine Pflicht oder nur mein Beruf.
Seit 6 Jahren darf ich diese Tätigkeit mit viel Engagement, Herzblut und einem mittlerweile sehr guten Netzwerk in und um Dießen und weit über die Landkreisgrenzen hinaus ausüben.
Mit Ihrer Stimme möchte ich meine Arbeit als unabhängige Bürgermeisterin fortsetzen und gemeinsam mit allen Fraktionen Dießen weiter voranbringen.
Unterstützen Sie mich dazu bitte am 8. März!
In einem persönlichen Interview habe ich meine Motivation, meinen Alltag und meine Haltung als Bürgermeisterin ausführlich beschrieben.
Warum kandidiere ich auch für den Kreistag?
Meine Heimatgemeinde liegt mir sehr am Herzen und als Bürgermeisterin ist es mir daher ein sehr großes Anliegen, dass ich mich auch auf Landkreisebene für die Belange unserer Kommune einsetzen und stark machen kann.
Die Kreisumlage ist einer der beiden größten Ausgabeposten unseres gemeindlichen Haushalts und daher ist es für mich wichtig, bei Entscheidungen im Kreis, die Auswirkungen auf die Kommunen und deren Finanzen haben, mitbestimmen zu können.
Daher kandidiere ich am 8. März auf Liste 6 für den Kreistag.
Ich freue mich, wenn Sie mir auch hier vertrauen und mir Ihre Stimme geben. Nur so kann ich mich auch im Kreistag mit meinem Wissen und meiner Erfahrung für unsere Marktgemeinde einbringen.